Gemeinsames Spielen schafft Situationen, in denen Kinder abwarten, etwas erklären und mit Enttäuschung umgehen. Das gelingt eher mit einer passenden Aufgabe als mit einem überfordernden Spiel. Erwachsene können unterstützen, ohne jeden Zug zu bestimmen.
Eine überschaubare Aufgabe wählen
Das Kind sollte seinen Zug selbst ausführen können. Prüfe Lesebedarf, Dauer und die nötige Genauigkeit beim Umgang mit dem Material. Zu viel Hilfe kann dazu führen, dass am Ende nur die Erwachsenen spielen.
Abwarten und zuhören
Zeige, wann jemand an der Reihe ist und wie die anderen in dieser Zeit beteiligt bleiben können. Kurze Zugwechsel machen das leichter. Bei einer Diskussion hilft es, Aussagen nacheinander zu hören, statt über die Lautstärke zu entscheiden.
Mit Gewinnen und Verlieren umgehen
Benenne Ärger, ohne sofort eine Lektion daraus zu machen. Manchmal hilft eine Pause. Bei einer kurzen Partie kann eine spätere Revanche angenehmer sein als ein langes Weiterspielen, obwohl die Konzentration bereits fehlt.
Erwachsene spielen mit
Halte dich selbst an die vereinbarten Regeln. Wenn etwas schiefgeht, kannst du ruhig zeigen, wie man damit umgeht. Besprich nach dem Spiel lieber eine konkrete Situation als eine lange Liste vermeintlich trainierter Fähigkeiten. Ein Spiel ist eine Gelegenheit zum gemeinsamen Handeln; es ersetzt keine individuell nötige Unterstützung.
| Aspekte von Lernspielen | Auswirkungen auf sozial-emotionale Fähigkeiten |
|---|---|
| Rollenspiele und Zusammenarbeit | Fördert das Verständnis für andere, Konfliktlösung und Empathie |
| Emotionales Bewusstsein und Selbstregulation | Hilft bei der Erkennung und dem Umgang mit eigenen Emotionen |
| Kooperative Aktivitäten und Teamwork | Fördert Kommunikation, Zusammenarbeit und Konfliktlösung |
